Johann Gottfried von Herder

Johann Gottfried Herder, ab 1802 von Herder (Rufname Gottfried,[1] * 25. August 1744 in Mohrungen, Ostpreußen; † 18. Dezember 1803 in Weimar), war ein deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe sowie Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik. Er war einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker deutscher Sprache im Zeitalter der Aufklärung und zählt mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller zum klassischen Viergestirn von Weimar.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottfried_Herder)

 

Durch die Bekanntschaft mit dem Kaufmann Johann Zuckerbecker, der seit 1760 Meister vom Stuhl der Loge „Zum Nordstern“ (später „Zum Schwert“) war, bekam Herder Kontakt zur Freimaurerei. Im Juni 1766 wurde er in der Rigaer Loge „Zum Schwert“ auf- und angenommen. Des weiteren war er später Mitglied einer Illuminatenloge, einer freimaurerähnlichen Vereinigung, die allerdings die Umgestaltung von Staat und Kirche im Sinne des Humanitätsideals der Aufklärung aktiv und durch direkte Einflussnahme anstrebte – daher erfolgte eine Abspaltung der Illuminaten von den Freimaurern.

Trotz seiner extrem passiven Mitgliedschaft vermochte es Herder, den Geist der Bruderschaft nachhaltig zu prägen. Während seiner Weimarer Zeit wirkte er beispielsweise durch die Mitarbeit an Schröders Reform der Freimaurerrituale, bei der man unter anderem die geheimen Oberen der Lehrart der Strikten Observanz abschaffte, welche in Wirklichkeit ausschließlich aus der Person des Gotthelf Freiherrn von Hundt bestanden, und ordnete verschiedene zeremonielle Details. Viel größeren, ja sogar unsagbar größeren Einfluss auf die heutige Freimaurerei übte die Humanitätsphilosophie seiner Texte aus.

Er beteiligte sich maßgeblich an der Reform der Freimaurerrituale.
(Quelle: https://www.freimaurer-wiki.de/index.php/Johann_Gottfried_Herder)

 

 

In Mitte der Ewigkeit

Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wegen schweben
und schwinden wir.
Und messen unsre trägen Tritte
nach Raum und Zeit;
und sind (und wissen’s nicht) in Mitte
der Ewigkeit .·. .·. .·.

 

 

Meine Blume

  Sei gegrüßet, kleine Blume,
Blume der Vollkommenheit,
Die die Heiligen und Weisen
Namlos preisen;
Denn des Herzens schönste Zier
Wohnt in Dir.

Nicht auf Höhn, im stillen Thale
Blühest Du, am frischen Quell,
Zeigst des weiten Himmels Bläue,
Reine Treue,
Und in ihr der Sonne Gold,
Mild und hold.

Fragst Du mich, wie heißt die Blume,
Die den hohen Schmuck uns zeigt:
Sonnengluth und Himmelsbläue,
Lieb‘ und Treue?
Nimm hier dies Vergißmeinnicht,
Treu‘ und Licht.

 

 

Seitenende Freimaurerloge "Aufwärts zum Licht"