Unsere Loge

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Bijou der Loge Aufwärts zum Licht

Bijou der Loge
„Aufwärts zum Licht“

ie Geschichte der Loge Aufwärts zum Licht beginnt im Jahr 1927. In diesem Jahr wird zwischen Sevilla  und Buenos Aires eine Zeppelin-Verbindung eingerichtet, Charles Lindbergh fliegt als erster Mensch allein über den Atlantik, in den U.S.A. findet erstmals eine Fernsehübertragung statt.

in dieser Zeit kamen am 4. März acht Freimaurer im Restaurant „zum Faust“ am Schauspielhaus in Frankfurt zusammen und beschlossen eine neue Loge zu gründen. Schließlich trafen sich 16 Gründungsmitglieder der neuen Loge am 8. Januar 1928 zur Lichteinbringung  im Logenhaus der Loge „Carl zum aufgehenden Licht“ unter Teilnahme von über 250 Brüdern von mehr als 30 Logen aus vielen Teilen Deutschlands.

Bundesarchiv Bild 146-1989-040-27, Gustav Stresemann

Gustav Stresemann,
Ehrenmitglied der Loge
„Aufwärts zum Licht“

Der Freimaurer und damalige Außenminister Gustav Stresemann, der bei der Vorbereitung der Logengründung behilflich war, wurde zum Ehrenmitglied der neuen Loge ernannt.

in den folgenden Jahren entwickelte sich die Loge gut. Es entstanden ein reges Logenleben und ein intensiver Austausch mit anderen Frankfurter Logen. Dies sollte sich jedoch bereits nach 5 Jahren ändern. Wie die gesamte Freimaurerei in Deutschland litt auch die Loge „Aufwärts zum Licht“ unter den Repressalien des NS Regimes. Der Meister vom Stuhl der Loge, Bruder Paul Köhler, wurde im Juli 1934 aufgrund seiner Logenzugehörigkeit verhaftet, im Jahr 1935 wurde die Loge schließlich unter Druck der politischen Verhältnisse geschlossen.

nach dem Ende des zweiten Weltkriegs begannen auch in Frankfurt die Bemühungen, die alten Logen wieder zu eröffnen. Von den 8 Logenhäusern in Frankfurt war nur ein einziges, obwohl stark beschädigt, einigermaßen erhal­ten geblieben. Bruder Köhler wurde bei den Amerikanern vorstellig. Schließlich beschlagnahmte die Amerikanische Armee das Gebäude für militärische Zwecke, erlaubte aber amerikanischen und deutschen Logen die geeigneten Räume im Haus zu nutzen.

MvSt Paul Köhler

Paul Köhler,
Meister vom Stuhl
und 2. zug. National-Großmeister
nach dem Kriege

In Frankfurt konnte wieder freimaurerisch gearbeitet werden. Am 17. Juni 1947 wurde die Loge „Aufwärts zum Licht“  als erste Frankfurter Loge wiedereröffnet. Mehr als 70 Brüder verschiedener Logen waren zu diesem Zweck im notdürftig wiederhergestellten Logenhaus versammelt. Bereits im Jahr 1951 zählte die Loge über 100 Brüder und war damit die größte Loge in Frankfurt. Jedoch sollte sie beginnend mit den 1960er Jahren deutlich schrumpfen, als die Zahl der Neuaufnahmen die Abgänge nicht mehr ausgleichen konnte.

eine Neuausrichtung der Loge und Anpassung an die sich verändernde Welt wurde nötig. Die gesteigerte Präsenz im Internet und in den neuen Medien spielte hierbei zuletzt eine große Rolle. In der Folge ist die Loge „Aufwärts zum Licht“  wieder deutlich gewachsen. So hat sich die Zahl der Mitglieder in der vergangenen Dekade beinahe verdoppelt. Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang das stark gewachsene Interesse junger Männer an der königlichen Kunst und die damit einhergehende spürbare Verjüngung der Bruderschaft.

Einen wesentlicher Beitrag zum Logenleben war in den vergangen Jahren das Klausurwochenende. Seit 2003 versammeln sich die Brüder der Loge einmal im Jahr zu einem gemeinsamen Klausurwochenende, das mit  maurerischen Vorträgen, Diskussionen und sowie brüderlichen Gesprächen gestaltet wird und die brüderliche Verbundenheit in der Loge fördert.

die vergangenen Jahre wurden auch durch einen regen Austausch mit anderen Bauhütten geprägt. So besteht eine enge und andauernde Zusammenarbeit mit der Loge „Carl zum aufgehend Licht“ (CzaL). Beginnend mit der Logengründung im Jahr 1927, die im Logenhaus der Loge CzaL stattfand, besteht diese Verbindung bis heute und stellt ein hervorragendes Beispiel für gelebte Freimaurerei über Logengrenzen hinweg dar.

Siegel GNML 3WK

Siegel der Großen
National-Mutterloge
„Zu den drei Weltkugeln“ 

Eine Delegation der Loge nahm im Dezember 1989 in Budapest an der Lichteinbringung der ersten Großloge in Osteuropa nach dem Fall des eisernen Vorhangs teil. Eine enge freundschaftliche Beziehung besteht zur ältesten Loge der Welt, der „Mother Lodge of Scottland, Kilwinning No. 0“.

Die Brüder der Loge „Aufwärts zum Licht“ wirken regelmäßig an den gemeinsamen Arbeiten aller Frankfurter Logen mit. So ist es eine noch junge Tradition, das neue Maurerjahr mit einer gemeinsamen Tempelarbeit aller Frankfurter Logen zu beginnen.
Eine der ersten dieser Arbeiten wurde von der Loge „Aufwärts zum Licht“ unter Teilnahme von über 120 Brüdern ausgerichtet.

Bei einer weiteren gemeinsamen Arbeit der Frankfurter Logen, die zum Ende jedes Maurerjahres in einem alten Steinbruch stattfindet, stellt die Loge ebenfalls einen Beamten.

Das Ziel für die nächsten Jahre wird nun sein, diese dynamische Entwicklung weiter zu führen.

 

 

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